Die Geburt von ALF UND ULF

Storch im Kreißsaal
Storch im Kreißsaal

Zwei kleine Sterne fielen vom Himmel und bringen von nun an

 jede Sekunde unseres Lebens zum Leuchten.

Ein ganz besonderes Erlebnis, beidem die Gefühle Achterbahn fahren. Man hat Angst, ist erfreut und gleichzeitig unendlich Glücklich. Die Gefühle überrennen einen und man spürt nur unendliches GLÜCK.

Bei uns gab es einen Kaiserschnitt in der 36+6 SSW. Die beiden kamen also als 24 Stunden Frühchen gesund und munter zur Welt. Jedoch wurden sie die ersten 24 Stunden wie Frühchen stark kontrolliert, was für mich als Mutter nicht so angenehm war, da die Kontrollen auch nachts waren aber die Gesundheit geht vor. Es ist wundervoll sich an die ersten Sekunden, Minuten und Stunden nach der Geburt zu erinnern. Die blauen Augen die mich im OP direkt wach und neugierig anschauten werde ich nie vergessen. Einfach himmlich. Im Kreißsaal stillt man die beiden dann mit Hilfe der Hebamme, denn das Kolostrum ist die wichtigste Milch, die das Immunsystem der kleinen stärkt und die nötige Energie gibt. Im Vergleich, Tierkinder sterben oft in den ersten Stunden nach der Geburt, wenn ihnen diese wichtige Milch fehlt. Eine Milch, die noch heute den Forschern immer neue Rätsel aufgibt. Danach waren wir noch weitere 4-5 Stunden im Kreißsaal und das „Kennenlernen“ der Beiden war pures Glück und unbeschreibliche große Liebe, diese Gefühle kann tatsächlich nur eine Mama nachvollziehen. Ein Spruch, den ich immer für Blödsinn gehalten habe aber Mamas denken wirklich einfach anders. Ich hab es nie geglaubt!

In den Tagen nach der Geburt ging es mir jeden Tag besser und wir hatten viele nette Besucher, die uns ihre Glückwünsche überbrachten. Spannend zu erleben, wer da auf einmal vor der Tür steht.

Leider machten uns die Kinderkrankenschwestern Stress, weil die beiden in den ersten Tagen abnahmen (unter 10%) und sie wollten uns nicht entlassen wenn wir nicht zufüttern. Eine Situation, die ich heute noch als sehr schlimm empfinde, denn man sollte den Kindern die ruhe lassen, die Mutter abpumpen lassen damit die Milchbildung weiter geht und nicht parallel dazu junge Eltern verunsichern, unter Druck setzen und mit unüberlegten Argumenten dazu zwingen „künstliche“ Nahrung zu geben. Es war schon unverschämt was man sich da zum Teil anhören musste! Alle Kinder dürfen laut unserer Hebamme nach der Geburt abnehmen auch die „dünnen“. Man sollte sensibler mit den Eltern und Kindern umgehen und individuell entscheiden und so wie es im Krankenhaus beworben wird, ein entspanntes stillen fördern. Natürlich ist der andere Weg für die Schwestern leichter aber es geht um die Gesundheit von Kindern. Ich kann verstehen, dass man den ganzen Tag mit vielen unterschiedlichen Menschen und auch seltsamen Charakteren zu tun hat aber eine große BITTE an alle Krankenschwestern und Ärzte, vergesst die Menschlichkeit nicht. Jeder ist anders!

Nach 4 Tagen durften wir endlich nach Hause. Zu Hause war alles sehr entspannt. Unsere Hebamme kam direkt am nächsten Tag und hat ab dann gute 14 Tage fleißig mitgeholfen. Neben ihr war unsere Familie eine wunderbare Unterstützung, da ich durch den Kaiserschnitt und Rückenblockaden gute 14 Tage nicht lange stehen konnte. Ein riesiges Dankeschön an ALLE und an Frau Eskandani,  http://diehebammerei.de/.

 

..von nun an gehen Schritt für Schritt, vier kleine Füße mit...
..von nun an gehen Schritt für Schritt, vier kleine Füße mit…

Für jeden der mehr über einen Kaiserschnitt (Stichpunktartig) lesen möchte geht es hier nun weiter…ich hoffe, dass ich alle Fragen dabei hab, wenn nicht, dann schreib doch eine Email..

Er ist leider immer eine große OP, auch wenn die bei den Ärzten mittlerweile als Routine abläuft. Was man in meinen Augen über einen Kaiserschnitt wissen sollte….. Er ist immer eine große OP, die natürlich auch Risiken birgt und eine normale Geburt sollte man laut Ärzten und Hebammen immer bevorzugen (optimaler für Mutter und Kind) /es gibt zwei (drei) Formen der Narkose, die der Anästhesist ausführlich erklärt / als Mama spürt man dank der guten Narkose nichts von der OP, man kann leider auch nichts sehen (wenn man es gerne sehen würde), ein großes Tuch schirmt die Sicht ab, ich selber wäre beruhigter gewesen, wenn mehr erzählt würde also an welchem Schritt die Ärzte gerade sind, denn  man spürt ein starkes rappen und rucken und das kann man nicht zuordnen/ nachdem man seine Kinder kurz gesehen hat stehen im besten Falle zwei Kinderärzteteams zur Verfügung, die die beiden untersuchen (U1)/ dir als Mama wird dann ein Medikamentencocktail verabreicht/ dein Mann geht mit den Kindern und du wirst fertig gemacht (alles wird vernäht, eine Ausschabung wird gemacht etc.)/ dank der längeren Betäubung des Unterleibes, kann man seine Kinder ohne Schmerzen stillen, kuscheln und kennen lernen / jedoch rauben einem die Schmerzen beim ersten aufstehen regelrecht den Atem aber dank der guten Medikamente (intravenös) sind die Schmerzen erträglich/ danach sollte man seinen individuellen Medikamentenplan mit dem Arzt besprechen /abgesehen von den Kaiserschnitt schmerzen könnte der Katheter, der bei eine (Spinal-)Anästhesie gelegt wird, evtl. die Harnleiter verletzen (reizen) und starkes brennen hervorrufen / da die Blase stark auf Seite geschoben wird, können sensible Menschen das „zurückrutschen“ der Blase mit Stichen beim Wasserlassen im Unterleib spüren / besonders der erste Toilettengang ist oft sehr unangenehm, da raten die Krankenschwestern zum nachspülen/abspülen mit lauwarmen Wasser zum säubern aber auch entkrampfen/  alle Organe sind noch auf Abwegen und benötigen Ruhe und Zeit wieder an ihren Platz zu finden (ein seltsames aber in meinen Augen nicht schmerzliches Gefühl) / Taubheit könnte im Narben-Bereich entstehen / Wundheilungsstörungen sind ebenfalls keine Seltenheit, in meinem Freundeskreis gewesen /Innere Vernarbungen können ebenfalls zu Beschwerden führen/  heben sollte man die ersten 14 Tage quasi nur die Kinder am besten ohne Maxicosi und vor allem ist das Schonen in dieser Zeit das A und O, Jede Bewegung die zu viel ist, zeigt der Körper einem leider direkt. Außerdem leiden viele Frauen unter psychischen Problemen, hierbei kann ich zum Glück keine Tipps geben aber ich denke die Hebamme sollte man dann direkt darauf ansprechen.

Außerdem haben wir Zwillingsmamas oft mit der Rektusdiastase zu kämpfen. Hierbei handelt es sich um eine Überdehnung der geraden Bauchmuskeln. Sie ist oft am Nabel am stärksten ausgeprägt und ist zwischen ein bis zehn Zentimeter lang. Bei mir ist damals über eine Handbreit Platz gewesen. Laut meiner Ärztin ist bei einer normalen Schwangerschaft ein Abstand von nur 3 Fingern üblich. Genau diesen habe ich nach zwei Jahren noch außer gezieltem Training und einer OP hilft dagegen nichts. Wichtig, niemals direkt nach einer Geburt die Gerade Bauchmuskulatur trainieren. Das kann zu Schäden der Muskulatur und Bauchwand führen. Ein gezieltes Faszientraining kann ich hier jedem nur ans Herz legen.

 

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