Pure Energie im Doppelpack

Alf am Rutschauto mit seinem Anhänger
Alf am Rutschauto mit seinem Anhänger

Jeder der ein zweijähriges Kind zu Hause hat weiß, dass die Akkus niemals leer werden und bei Zwillingen hat man tatsächlich  diese Energie mal zwei plus eine extra Portion Gegenseitige Stärke.

Bei uns ist die Lösung der Gesunde Mittelweg. Natürlich gibt es auch Tage an denen die Beiden über Tische und Bänke gehen aber wenn dies nicht der Fall wäre, dann wären es keine normalen Kinder.  Ebenfalls wird sich gezankt, Blödsinn gemacht  und geliebt im Doppelpack. Auch der Mittagsschlaf wird zurzeit boykottiert, was mir selber sehr leid tut. Der kleine Ruhepol des Tages fehlt meinen Akkus gerade sehr. Ein Problem das ihr bestimmt auch kennt.

Daher geht es oft raus. Seitdem wir die neuen Strider Bikes haben, ist das Laufrad fahren die Outdoor Aktivität Nummer eins.  Die Beiden sind im wahrsten Sinne der Worte nicht mehr zu bremsen. Es ist spannend zu sehen, wie mutig es den Berg runter geht, wie sicher schon beide Beine beim rollen in die Luft gehoben werden und selbst wenn man mal umfällt, geht es wieder rauf aufs Rad und weiter.  Ob Regen oder Sonnenschein mit der richtigen Kleidung, kann man damit auch super raus (im strömenden Regen macht es uns jedoch auch keinen Spaß). Die Reifen rutschen bei uns weder auf Laub noch auf nasser Straße weg.  Wir haben die beiden Laufräder direkt ins Herz geschlossen.

In der Wohnung machen die Beiden meine Gymnastikübungen oft nach. Sie holen sich meine Yogamatten und machen einen „Hund“, probieren Purzelbäume, stehen im Vierfüßler oder rollen sich von einer zur anderen Seite. Außerdem lieben Sie mein Meditationskissen, den großen Sitzball, den Balance Kreisel und meine Faszienrolle. Die Gegenstände werden oft  in ein buntes Fantasie Spiel integriert (die Faszienrolle wird ein großer Baumstamm mit dem man am Wasser schwimmt, der Kreisel ein Flugzeug und auf das Yogakissen eine Wolke).

Außerdem wird mit allem was sie finden können die Wohnung unsicher gemacht. Eines der Lieblingsspiele der Beiden ist Eisenbahn. Sie setzen sich auf ihre Hochstühle und dahinter bauen sie „Wagons“ auf. Die Wagons sind all ihre Spielsachen, Autos, Rutschautos, Hüpftiere, Stühle, Tische…mal steht alles ordentlich hintereinander, mal kreuz und quer auf einem Haufen. Dieser hat in den Augen von Alf und Ulf System, dass jedoch Mama nicht versteht aber ich darf der Lokführer sein.  Gerade diese Rollenspiele machen zweijährigen super viel Freude und es macht Spaß diese mitzuspielen.

Egal wann ich die Beiden Frage was sie machen, sagen sie arbeiten. Sie sind den ganzen Tag fleißig und saugen alles Neue auf wie ein Schwamm. Auch hier erstaunt mich wieder die Leichtigkeit, die die Beiden an den Tag legen. Energie bis zum umfallen und immer in Bewegung und Aktion. Nichts ist zu hoch, zu tief, zu eng, zu steil, zu schwer, zu warm, zu kalt…es wird einfach probiert und das so lange bis es gelingt. Klar manchmal mit ein bisschen Hilfe aber oft ganz ohne. Ich finde es sehr erstaunlich und betrachte diese Entwicklung mit purer Begeisterung. Es ist schon verrückt, dass gerade wir Erwachsene immer so viel scheu vor allem neuen haben. Wir denken oft schon im Vorfeld, dass klappt doch nie und so nehmen wir uns jede Motivation und sogar den Erfolg. Wenn uns Steine in den Weg gelegt werden, legen wir meist noch welche dabei. Schaut euch eure Kinder an, bestaunt die Leichtigkeit des Lebens und setzt es für euch um und fördert diese Leichtigkeit bei euch und bei euren Kindern. Belastet diese nie mit euren Problemen und negativen Gedanken, sie haben es verdient Kinder zu sein und keine kleine Erwachsene die auf Mama und Papa aufpassen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.