Bauchweh, Anpassungsprobleme, Blockaden oder Hilflosigkeit ?

Mama und Ulf, lieben Dank an die wunderbare Andrea Schmidt, dass dieser bezaubernde Moment eingefangen wurde.

Heute kommt Teil zwei der „unruhigen“ Baby Welt. Oft sind wir einfach ratlos, wenn die Kleinen nur weinen, denn die Sprache verstehen wir leider oft noch nicht. Konntet ihr die Welt eurer Süßen einfach mal reflektieren. Habt ihr euch aufgeschrieben, wie ihr euch in einer „NEUEN“,  unentdeckten und völlig fremden Welt fühlen würdet und wie ihr kommunizieren würdet, wenn ihr nur glucksen, quitschen, weinen und brüllen könnt?

Genau, auch für euch wäre die nun so bekannte Welt, in der wir leben fremd und kommunizieren würden wir in Momenten der Angst, des Erschreckens, der Missverständnisse  mit weinen und je mehr man uns missversteht und falsch (be) handelt wird unser weinen lauter und greller, wir versuchen uns Gehör zu verschaffen oder das „Leid“ zu lindern… an diesem Punkt sind wir als Mama (Papa) gefragt. Hier müssen wir Ruhe bewahren und den Beiden kleinen Schätzen den Weg in die Neue unbekannte Welt langsam mit viel Geduld und Verständnis zeigen.

Gerade hier ist das Weinen (in meinen Augen) in diesem Moment der einzige Weg zur Kommunikation. Nach den ersten Wochen wusste ich, welches weinen für welches Bedürfnis stand. Für den Hunger, für volle Windeln, für müde, Bauchweh, Kommunikation, allein sein, Gefühle (Frust etc), kuscheln, tragen, spielen…

Natürlich gab es auch Momente, in denen ich einfach nicht weiter wusste. Diese Momente sind vollkommen normal und daran sollte man sich in diesem Moment erinnern. Man ist keine schlechte Mama (Papa), wenn man in dem Moment ratlos ist man muss sich nur zur Hilfe wissen (selber oder durch Familie/Freunde). Ich habe dann die Beide Mäuse einfach nackt ausgezogen, auf meinen ebenfalls nackten Oberkörper gelegt und uns warm zugedeckt. Bei leichten „Krisen“ habe ich gesungen und die Beiden viel getragen. Ich habe immer versucht, ihre „vertraute Umgebung“ wieder herzustellen, was oft sehr gut half.  Ebenfalls habe ich sehr früh einen Babymassage Kurs besucht, indem man alle Handgriffe (auch bei Bauchweh) direkt gelernt hat. Außerdem habe ich alle Fachbücher rund um die Entwicklung  verschlungen und mir dazu gesagt, dass ich jeden Tag mein Bestes gebe und dass hoffentlich genug ist. Alleine der Gedanke das Beste zu tun hilft einem sehr und man ist nie alleine. Es gibt überall liebe Zwilling-Mama´s, die gerne mit Rat und Tat zur Seite stehen, selbst wenn es manchmal nur ein zuhören ist. Ebenfalls freut sich die eigene Familie oft, wenn man sie mit ins Boot holt.

Noch eine kleine Anmerkung zum Schluss, natürlich sollte man bei Dauerschreienden Babys immer erst einen Arzt aufsuchen, in meinen Augen ebenfalls einen guten Heilpraktiker/ Osteopathen (Adresse unserer nenne ich sehr gerne), außerdem evtl. Allergien, Unverträglichkeiten, Zöliaki etc.  ausschließen. Auch sollte man auf sich schauen und sich als Eltern ebenfalls durchchecken lassen. Die eigenen Unruhen werden regelrecht auf Babys gespiegelt. Babys haben so feine „Antennen“ und spüren einfach alles. Ob es Spannungen im Rücken sind oder zwischen den Eltern, alles wird regelrecht aufgenommen.

Hier konntet ihr nun lesen, wie die Welt der Babys aus meiner Sicht aussieht. Vielleicht hilft euch mein Blickwinkel und das nächste Mal seid ihr viel Entspannter und versteht besser, warum eure Schätze gerade weinen.

 

Foto : Andrea Schmidt Fotografie

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