Hundeerziehung durch Liebevolles Training

 

Alf konnte nicht schlafen und kam ins Wohnzimmer auf die Couch um mit unserer Dalmatinerhündin Emma zu kuscheln
Alf konnte nicht schlafen und kam ins Wohnzimmer auf die Couch um mit unserer Dalmatinerhündin Emma zu kuscheln

Dieses Mal gibt es ein Buch für unsere liebe Emma (die verrückte Dalmatinerhündin). Die Revolution im Hundetraining, Hundeerziehung durch Liebevolles Training von Zak George`s. Liebevolles Training klingt sehr schön und ich hoffe, einige tolle Trainingstipps zu bekommen, die man auch als Familie mit zwei kleinen Kindern gut umsetzen kann.

Ich muss auch zugeben, dass ich generell meinen nun zweiten Hund ganz anders erziehe als die erste und intuitiv schon viele Bereiche die er in seinem Buch beschreibt umgesetzt habe. Ich kann nicht sagen, dass ich meine jetzige Hündin besser Erziehe weil ich mehr „wissen“ habe, sondern durch die Situation mit zwei Kindern verläuft alles anders. Es stehen die Kinder im Mittelpunkt und die liebe Emma hat oft keine Wahl. Aber natürlich ist sie eine junge Hündin die immer wieder „quatsch“ macht. So wie es auch die Kinder machen aber es liegt auch an meiner geteilten Aufmerksamkeit. Ich muss nun die Umgebung für drei kleine Wesen unter Kontrolle halten und die kleinen Lücken merkt ein Vierbeiner einfach viel schneller als die Kinder. Obwohl jeder der Kinder hat weiß, dass diese unsere  „Stimmung“ ebenfalls mit ihren feinen Antennen direkt aufnehmen und Mama und Papa schon mal auf der Nase tanzen. Spannend ist, dass bei uns alle drei an den Tagen gleich verrückt sind und sich gegenseitig „Hochschaukeln“. In diesen Momenten heißt es dann ganz ganz tief durchatmen und die Ruhe bewahren. Leider wirkt diese Ruhe oft auf Menschen ohne Kinder und Tiere (in dem Alter) nicht sehr gut, denn diese beginnen sich mit tollen Tipps in das Leben der andren einzumischen und Urteilen falsch über die Situation und den Menschen bzw. das Tier. Kennt ihr die Situationen auch? Entweder herabschauende Blicke auf euch und eure Kinder/Hund und manchmal sogar direkte verurteilende Kommentare, die einem zusätzlich ein schlechtes Gewissen machen, statt einen zu unterstützen und zu helfen. In den Momenten würde ich mir wünschen, dass jeder der etwas über einen anderen sagt erst bei sich schaut und „vor seiner eigenen Tür kehrt“, statt sich durch das Urteilen über andere besser zu fühlen.

Bevor ich zu dem tollen Buch komme noch eine Anmerkung. Es gibt nichts schöneres als kleine Hunde und kleine Kinder zusammen zu erleben. Unsere drei profitieren täglich voneinander und das in allen Bereichen. Ich möchte keinen Moment mit meinen drei Wirbelwinden missen und am schönsten ist es stiller Beobachter zu sein. Ulf kommt spontan zu Emma und gibt ihr ein Küsschen und kuschelt mit ihr, Alf nimmt sie am Halsband und geht mit ihr auf Erkundungsreise, besonders in den Momenten in denen Alf nicht mit möchte und er „Unterstützung“ braucht.  Einfach riesig meine DREI Wunder.

Unsere Zwillinge Alf und Ulf mit Emma im Schnee am spazieren
Unsere Zwillinge Alf und Ulf mit Emma im Schnee am spazieren

Aber nun zum Buch 😉 Ich finde es total super, dass der Autor dort Beginnt, wo jeder Hundebesitzer auch Beginnen sollte bzw. schon bevor er/sie Herrchen oder Frauchen wird, bei der Auswahl des passenden Hundes. Den Hund, der zu einem und dem eigenen Umfeld passt. Danach geht es weiter, mit allem was ein Hund benötigt und was man im eigenen Haus beachten sollte. Alles ist super schön beschrieben und diese Kapitel sollte jeder lesen bevor er/sie sich einen Hund anschafft. Am besten sogar noch das dritte Kapitel damit der „Einzug“ des geliebten Vierbeiners gelingt. Jedoch lese ich dieses Buch schon mit Hund aber ich muss zugeben, dass wir uns die Gedanken des Buches vorab tatsächlich gemacht haben und alles sehr gut verlaufen ist.

Jedes Herrchen und Frauchen kommt immer mal an seine Grenzen. Wer sagt, dass sein Hund alles einfach so gelernt hat, ist den anderen nicht ehrlich gegenüber. Eine gute Hundeerziehung benötigt einfach auch ein bisschen „Arbeit“. Ich finde es sehr gut, dass der Auto keine starren „Regeln“ verfolgt sondern seine persönlichen Erfahrungen hier mitteilt. So wie die optimale Hundeerziehung für ihn aussieht und nicht dass, was wir schon lange kennen. Im Grunde habe ich das Gefühl, dass er in manchen Teilen eine ganz neue Welt eröffnet. Gerade die, dass Hunde viel mehr Vokabular verstehen als wir dachten finde ich sehr spannend.

Das 8. Kapitel dieses Buches gefällt mir nicht sehr gut. Ich finde diese nicht sehr subjektiv aber wie in den anderen Kapitel sollte sich jeder das heraus nehmen was er/sie gerade benötigt und seine liebevolle Art der Hundeerziehung finde ich klasse. Ein tolles Buch für jeden, der sich überlegt einen Vierbeiner ins Haus zu holen oder wenn man an einem Punkt angelangt ist, an dem man nicht weiter weiß. Gerade der Wechsel des Blickwinkels wirkt schon mal Wunder.

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