Hündisches Schleckermäulchen

Emma wartet vor ihrem Napf auf das Essen
Emma wartet vor ihrem Napf auf das Essen

Wie ihr wisst, barfen (BARF-Rohfütterung) wir unsere liebe Emma, jedoch werde ich oft gefragt ob es nicht kompliziert ist und der Hund unterernährt oder Mangelerscheinungen hat. Nein, unsere Emma hat keine und sie ist eine Rundum gut entwickelte Dalmatiner Dame mit vielen verrückten und sehr liebevollen Eigenschaften.

Wenn ich gerade so darüber nachdenke, hatte Polly in dem Alter schon einige Krankheiten durchgemacht, jedoch weiß man natürlich nicht, ob es die Ernährung war? Ich habe damals auf Trockenfutter geschworen und ihr immer nur frisches Essen bewusst gegeben, wenn sie krank war. Im Nachhinein finde ich es super verrückt und leichtgläubig nur aufs Trockenfutter zu schwören.

Warum achtet man bewusster auf das Essen wenn man Krank ist? Wieso hat man vorher eher einen „Tunnelblick“? Oft weil es die Werbung und Medien so vormachen und es liest sich ja auch alles einfach nur wunderbar. Leider macht uns erst eine Krankheit wieder bewusst, worauf wir achten sollten und das nicht nur bei unseren geliebten Vierbeinern, sonder auch bei uns selbst.

Sobald wir krank sind, gibt es eine extra Portion pflege aber wäre es nicht sinnvoll diese uns und unseren lieben jeden Tag zu geben?  Kennt ihr dieses „Problem“ auch oder seht ihr es an euren Freunden?

Persönlich würde ich manchmal gerne die Menschen, die in ihre Tiere, ihre Kinder und sich nur fertig Produkte stopfen am liebsten schütteln und aufwecken, aufwecken indem sie bewusst erfahren, was alles darin enthalten ist, was dem Organismus auf Dauer schadet. Es geht mir nicht um gelegentlichen Fastfood, Naschereien etc. sondern darum, dass man noch selber kochen sollte und sich nicht nur auf die Werbung verlässt.

Dies ist unteranderem ein Grund, warum unsere Emma täglich 1 Teelöffel Grünlippmuschelmehl (gut für die Skelett-, Gewebe- und Bindegewebsstrukturen) und 1 Teelöffel Lachsöl (reich an Omega-3-Fettsäuren) zum Futter bekommt und wir „Menschen“ machen mehrmals im Jahr „detox Kuren“. Natürlich wird man trotzdem mal krank aber man gibt dem Organismus immer mehr halt als ohne eine entsprechende Stärkung.

Wenn wir auf Emmas Ernährung zurück kommen halten wir  die Empfehlungen unserer Züchterin zu barfen ein und füttern nach einem Futterplan von Silke von MenschKatzeHund. Silke ist Ernährungsberaterin für Hunde und Katzen und gibt regelmäßig Seminare über die Richtige Fütterung. Jeder der seinen Hund barfen möchte oder einen kranken Hund schon zu Hause hat, kann ich nur einen Seminar besuch bei ihr empfehlen oder eine persönliche Beratung. Natürlich helfen auch gute Bücher zu dem Thema sehr weiter. Generell gilt beim Barfen folgende „Faustregel“

Ca.2%-3% des Körpergewichts ist die Futter-Tagesration (natürlich abhängig von der Aktivität des Hundes und man sollte seinen Hund genau beobachten, denn normalgewichtige Hunde sollten nicht abnehmen).

Betrachten wir die Tagesration als 100% so bestehen 50 %  aus Fleisch, 15%  Innereien (Herz, Leber, Niere) und 15% Knochen und die anderen 20 % aus Gemüse, Obst, Salat und on Top passende Öle und Kräuter. Als Nahrungsergänzung sollte man Seealge zur Deckung des Jodbedarfs und für den Vitamin D Haushalt Vitamin D haltigen Fisch (Fischöl) zufüttern. 

Natürlich sollte immer frisches Wasser zur freien Verfügung stehen. Leider bei uns ein Problem (nun denkt ihr die Jungs spielen damit oder?) Emma mag einfach kein Wasser aus der Schale. Sie trinkt am liebsten draußen aus Fässern, Pfützen oder was sie noch so findet. Zu meinem persönlichen Leid, da bei uns in den Pfützen immer mal Öl drin sein könnte oder diese im Sommer wahre Bakterienbrutkästen sind.

Emmas  zwei Lieblingsgerichte möchte ich euch vorstellen. (Emma wiegt ca. 23kg) Bei diesen Essen bleibt kein Krümel am Teller.

rohes Hühnchen mit Hühnersuppe
rohes Hühnchen mit Hühnersuppe

1 roher Hühnerschenkel mit Brust, ca. 200 Gramm rohe Hühnerbrust Stücke, 90 Gramm rohe Innereien, 1 gekochtes Ei und 1 Kochlöffel frisch gekochte Hühnersuppe mit Nudeln.  1 Teelöffel Grünlippmuschel und 1 Teelöffel Lachsöl.

290 Gramm rohe Rindfleisch Stücke, 90 Gramm rohe Innereien, 1 geraspelte Möhre, ½ Apfel mit Kräutern der Saison . 1 Teelöffel Grünlippmuschel und 1 Teelöffel Lachsöl.

Alle 3 Tage bekommt Emma einen Knochen (meist Lammschulter). Die großen Knochen verbuddelt sie am liebsten im Garten und holt diese bei Bedarf wieder.

Übrigens schreibe ich Fleisch-Stücke, da diese viel besser verdaut werden und Sodbrennen bei den Hunden vorbeugen. Heute geht man davon aus, dass Hunde die viel Gras fressen oft unter Sodbrennen leiden. Tatsächlich hat es Emma zu Beginn öfters gemacht und in dieser Zeit hatte ich eher gewolftes Fleisch gefüttert. Nun ist es sehr selten geworden.

Als Snack liebt unsere Emma Knochen und Kauartikel. Hier hole ich entweder Lamm/Rinderknochen frisch vom Schlachthof oder getrocknete Kauartikel wie Rinderkopfhaut, Rinderziemer, Rinderohren etc. im Fachhandel. Das einzige was ich Emma konsequent nicht füttere sind Produkte vom Schwein, da diese die Gefahr eines Virus in sich tragen der für Hunde gefährlich ist. Normalerweise ist dieser auch „ausgerottet“ aber man weiß einfach heutzutage nicht immer woher das Produkt kommt also meide ich Schwein komplett. Seltsamerweise fällt mir da gerade auf, dass ich Schweinefleisch auch bei unseren Speisen nur an Wurstprodukten einkaufe. Ansonsten bevorzugen wir Rind und Huhn.

Es gibt sehr viele frische Lebensmittel, die für Hunde optimal geeignet sind. Hier ein paar Beispiele in Rubriken unterteilt:

Obst (am beste püriert): Beeren wie Himbeeren, Erdbeeren, Brombeeren, Äpfel, Birnen…

Gemüse (am besten püriert Emma liebt es jedoch geraspelt) : Möhren, Kürbis, Fenchel, rote Bete…

Kohlenhydrate: Reis, Kartoffeln, Nudeln, Quinoa…

Milchprodukte: Hüttenkäse, Schmand, Mozzarella…

Fleisch und Innereien von: Rind,Pferd, Huhn, Lamm, Ente…

Fisch: Lachs, Hering…

Öle: Fischöle (Lachsöl) aber auch Kokosöl, Hanföl, Leinöl finde ich super.

Kräuter: Löwenzahn, Melisse, Petersilie, Brennessel…

Ich hoffe, dass ich euch einen kleinen Überblick in unsere Barfwelt geben konnte und ich muss dazu gestehen, dass Emma auch immer etwas von unseren Jungs beim Essen bekommt. Leider wenn ich mal in die Küche muss auch von der Gabel oder dem Löffel!  Zum Glück hat unsere Emma einen sehr guten Magen!

 

Ein Gedanke zu &8222;Hündisches Schleckermäulchen&8220;

  1. Hallöchen liebe Anja, ein schöner Bericht über Euer tupfiges Schleckermaul 🙂 Wie recht Du hast – meist denkt man erst dran was zu ändern, wenn es schon zu spät und Mensch oder Tier krank sind. Dabei ist BARF wirklich kein Hexenwerk…. Liebe Grüße an Deine Bande!

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