Die kleinen Entdecker

 

Alf und Ulf erkunden eine Luftmatratze mit Spielsachen
Alf und Ulf erkunden eine Luftmatratze mit Spielsachen

Babys Entdecken die Welt mit allen Sinnen

Gerade im ersten Jahr werden so viel Krabbelgruppen und Kurse Rund um die Entwicklung der Kleinsten angeboten. Doch welcher Kurs ist der Richtige?

Den „Richtigen“ Kurs gibt es nicht, aber ich kann mittlerweile sagen, dass die Kursinhalte sich ähneln und alle Kurse im ersten Jahr der Entwicklungsförderung dienen.

Wir hatten uns für das erste Jahr bei den „kleinen Entdeckern“ angemeldet.

Hier hatten mich folgende Argumente überzeugt.

  1. Wir kannten die Kursleiterin vom Babymassage-Kurs
  2. Alle Babys bleiben angezogen in bequemer Kleidung
  3. Zwillingseltern sind willkommen

 

Jede Kursstunde war ein wahrer Genuss für uns vier, obwohl es schon mal sehr stressig war pünktlich anzukommen. Generell habe ich es vermieden morgens viele Termine zu machen, da der Morgen mir und den Jungs gehört hat und wir alles in Ruhe gemacht haben (manchmal einfach nur Stundenlang gekuschelt, eine wundervolle Zeit).

Zu den kleinen Entdeckern bin ich auch wieder mit meiner Mama gegangen. Ich habe einfach das Glück, dass sie genauso viel Spaß hatte mit ihren Enkeln etwas zu erleben. Wir haben jede Woche die Jungs getauscht so dass jeder mit jedem geturnt hat. Alternativ kann man aber auch nacheinander mit den Kindern turnen, denn es gibt genügend Wiederholungen und die Kursleiterin geht auf jeden optimal ein.

Jede Kursstunde dauerte bei den „kleinen Entdeckern“ 60 Minuten. Diese finden in einem warmen und gut klimatisierten Raum statt. Ebenfalls hat die Kursleiterin auf Trinkpausen für die Eltern und Kinder geachtet und wir durften unsere Babys bei Bedarf stillen (für mich gehört Stillfreundlichkeit einfach dazu).

Jede Woche wurden schöne Lieder gesungen, Fingerspiele gemacht, Massage Elemente eingebaut, Fragen beantwortet und der Hauptteil bestand immer aus einem Highlight bzw. Hauptthema (Greifen, Entdecken, Erforschen, Fühlen…). Bei jeder Stunde wurde die Bauchlage sehr gefördert, was mir sehr gut gefiel, denn die Bauchlage ist eine der wichtigsten (und anstrengendsten)  in der Entwicklung unserer Babys. Habt ihr euch schon mal auf den Bauch gelegt und das „schwimmen“ eurer Babys mitgemacht? Es ist so toll, wie lange diese das aushalten können und unsere Rückenmuskeln sich schon super schnell melden weil es so anstrengend ist, da merkt man, dass wir unsere Muskeln oft zu sehr vernachlässigen (Mama´s denkt auch mal an euch ;-)).

Bei der Bauchlage wird die Basis für eine gute Haltung geschaffen und die Koordination gleichzeitig gefördert. Ich finde es sehr spannend, wie schnell ein Babykörper sich entwickelt und mit was für einer Stabilität, vorausgesetzt wir lassen der Entwicklung ihren natürlichen Weg und unterstützen diesen  „Richtig“. Mit „Richtig“ meine ich vor allem mit Geduld z.B. ohne ständige Nutzung von Wippen, Maxi Cosis, Babyschaukeln, Babytürhopsern, Lauflernwägen, Lauffrei etc. natürlich sind diese „Geräte“ für uns Eltern einfacher (die Babys sind Beschäftigt, Ruhiger, Sitzen beim Essen etc.) jedoch schaden all diese der natürlichen Entwicklung und der sensiblen Statik (Wirbelsäule) der Babys (auch schon bei kurzer „Nutzung“!) Ebenfalls fallen Babykurse unter die „Richtige“-Förderung.

Das Konzept von den „kleinen Entdeckern“ könnt ihr unter Babyzeit  nachlesen. Kurz Zusammengefasst erlebt man in diesem Kurs spielerisch und mit viel Spaß eine Entdeckungsreise durch die Säuglingszeit bis zum ersten Lebensjahr. Inhalte sind Spiel-, Sing- und Interaktionsformen, Übungen für alle Sinne, Handling des Kindes, funktionelle Säuglingsgymnastik und vieles mehr. Alles begleitet von einer Kompetenten Kursleiterin und dem regen Austausch mit den anderen Teilnehmern.

Für alle Säuglingskurse kann man grob sagen, dass diese sich ideal  ab ca. dem 3. Monat eignen. Wichtig ist, dass man selber gerne hingeht und Spaß dabei hat, denn wir spiegeln unsere Laune/Gefühle/Emotionen auf unsere Kleinsten.

Natürlich gibt es nicht bei jedem von euch die „kleinen Entdecker“ aber vielleicht „Babys in Bewegung“. Dieses Jahr habe ich den Trainerschein vom DTB für „Babys in Bewegung, mit allen Sinnen“  fürs erste Lebens-Halbjahr absolviert und ich finde das Kurskonzept sehr gut. Hier beträgt die Dauer meistens 90 Minuten inklusive dem Ankommen und Verabschieden.

Die Babys tragen meist (bis auf eine Windel) keine Kleidung, da diese mit allen Sinnen erleben sollen und unser größtes Sinnesorgan ist die Haut. Außerdem besteht dieses Konzept aus 4 Phasen (wenn wir das Ankommen und Verabschieden nicht mitzählen, ansonsten sind es 6 Phasen) Phase 2,3 und 5 bestehen aus festen Ritualen die in allen Stunden gleich sind.

In Phase 4 findet der Hauptteil statt den die Kursleiterin meist in der vorherigen Stunde angekündet hat. Durch diese Rituale und Transparenz schafft das Konzept für die Eltern eine gewisse Sicherheit. Es wird auch hier wie bei den „kleinen Entdeckern“ viel gesungen, gespielt und sich bewegt. Ebenfalls achtet die Kursleiterin auf genügend „Wissen“ rund um das erste Lebensjahr und die Eltern haben genügend Zeit sich gegenseitig auszutauschen. Wie die „kleinen Entdecker“ ist dieses Konzept in meinen Augen sehr effektiv. Jedoch steigt und fällt ein solches Konzept immer mit der Kursleiterin. Daher kann ich euch nur den Tipp geben, nehmt vorab Kontakt mit dieser auf oder besucht Informationsabende um zu sehen, ob es „menschlich“ passt.

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