Sonnenschutz für Kinder

Die Zwillinge Alf und Ulf spielen Feuerwehrmann und löschen den LKW

Die Zwillinge Alf und Ulf spielen Feuerwehrmann und löschen den LKWDer Sommer kommt und damit auch wieder die Zeit für den „richtigen“ Sonnenschutz.

Ohne Kinder ist das Thema Sonnenschutz viel entspannter als mit Kindern. Generell ist man mit Kindern viel genauer und wägt vieles viel stärker ab (was ja auch sehr wichtig ist).  Dazu gehört im Sommer auch das Thema Sonnencreme, denn mit Sonnenbrand ist nicht zu spaßen.

Ich fand es schon immer schlimm Krebsrote Erwachsene und Kinder im Freibad zu treffen und die Antwort, dass die Röte von heute- morgen Bräune sei total unverständlich. Unsere Haut ist unser größtes Organ und so sollten wir diese von Anfang an Behandeln.

Gerade bei dem Thema Sonnenschutz sollte man seinen Kindern ein Vorbild sein und nicht den Tag „bratend“ in der Sonne verbringen.

Wir halten es mit dem Thema Sonnenschutz von Anfang an so „natürlich“ wie möglich.

Wir schützen unsere Haut vor übermäßiger Sonneneinstrahlung und geben ihr genügend (direkte) Sonne um so viel Vitamin D wie möglich zu bilden. In meinen Augen sollten Säuglinge absolut keine Sonnencreme bekommen und Kleinkinder nur so viel wie „nötig“. Neulich habe ich einen Bericht von Maike Petersen gelesen indem stand, dass Hautärzte so lange wie möglich davon abraten Sonnencreme auf Kinder zu geben und das am besten bis zum zweiten Geburtstag. Alf und Ulf sind nun drei Jahre alt und so schütze ich die Beiden vor der direkten Sonne:

  • Luftige Kleidung
  • Badeshirts nach Möglichkeit mit langen Armen und mit Kopfbedeckung. Wasserfeste mineralische Sonnencreme bei längerem Baden.
  • Sonnenhut, Kappe etc. mit Nackenschutz
  • Sonnenschirm oder Strandmuschel/Zelt
  • Spielen unter Bäumen bzw. im Schatten
  • Nur morgens und gegen spät Nachmittag raus. Die direkte Mittagshitze ca. 12-15 Uhr überbrücken wir mit einem Mittagsschlaf oder Mittagsruhe (Beide müssen ins Bett selbst wenn nur gelesen oder ruhig gespielt wird).
  • Auf Ausflügen z.B. Tag im Tierpark, auf einem Event etc. achte ich immer darauf, dass Pausen im Schatten stattfinden und neben der schützenden Kleidung viel getrunken wird. Evtl. mineralische Sonnencreme als Ergänzung.
  • Im Auto Sonnenblenden

Generell versuche ich die Beiden immer gut zu Beobachten und rechtzeitig aus der Sonne zu holen. Manchmal indem ich mir spiele im Schatten überlege, die genauso viel Spaß machen wie in der Sonne Fußball zu spielen. Außerdem versuche ich die Beiden für den Schatten zu sensibilisieren und erkläre, dass zu viel Sonne nicht so gut für sie ist und dabei wird viel getrunken. Ich finde, dass Kinder schon früh vieles verstehen und lernen können.

Fazit: Ja, Sonne ist wichtig auch auf der direkten Haut (nicht bei Säuglingen und Kindern unter 3 Jahren, diese bitte mit der passenden Kleidung schützen)! Nur durch direkte Sonne kann das Lebenswichtige Vitamin D gebildet werden, welches uns sogar vor Hautkrebs schützt. Man sollte jedoch immer auf das Wann, Wie und Wo achten. Achtsamkeit schützt hier vor bleibenden Schäden von zu viel oder zu wenig Sonne. Oberste Regel; niemals einen Sonnenbrand riskieren, denn neben Schmerzen bereitet dieser Schäden in der Haut, die diese nie vergisst (ein sehr nachtragendes Organ).

Wenn ihr Sonnencreme verwenden möchtet, schaut euch die Inhaltsstoffe an und achtet auf mineralische, biologische Sonnencremes. Diese sollte nach Möglichkeit unteranderem frei von PEG´s, synthetischen Konservierungsstoffen, synthetischen Duftstoffen, Parabenen, Alkohol Denat. etc. sein. z.B. ist Alkohol Denat. denaturiert/vergälltet und dadurch chemisch untrinkbar gemacht worden. Wieso geben wir etwas was man nicht trinken darf auf unseren Körper? Oder habt ihr euch schon mal mit Konservierungsstoffen beschäftigt? Woher weiß der Konservierungsstoff, dass er aus der Tube ist und nicht mehr Konservieren muss? Für mich sehr unlogisch, denn alleine durchs Auftragen gelangen die Inhaltsstoffe einer Creme über die Blut- und Lymphwege in den Körper. Dort werden die negativen Bestandteile „eingelagert“ (die Folgeschäden sieht man meist erst viele Jahre/Jahrzehnte später und keiner weiß woher diese kommen!). Wobei man bei Säuglingen und Kindern seine „Fehler“ oft sofort an der Haut angezeigt bekommt. Das liegt daran, dass die Zellteilung bei Kindern viel schneller zu statten geht als bei uns Erwachsenen.

100% Bio bei einem hohen Lichtschutzfaktor geht meines Wissens nicht, aber die 99,9 % verspricht z.B. die Firma Laboratoires de Biarritz. Eine Firma deren Philosophie für mich sehr schlüssig ist und sich vielversprechend anhört.  Von dieser Firma habe ich meine Sonnencreme für dieses Jahr gekauft. Bei neuen Cremes oder Produkten die wir auf die Haut anwenden mache ich einen Armbeugetest, wenn ich mir unsicher bin, ob dieses Produkt gut vertragen wird. Dafür gibt man 48 Stunden die Creme etc. in die Armbeuge und wenn nach diesen Stunden keine Reizungen auf der Haut zu sehen sind, kann man die Creme ohne Bedenken anwenden. Generell sagt leider der Hinweis dermatologisch bestätigt/getestet nichts über die Verträglichkeit auf der Haut aus. Dieser Test muss vom Gesetz immer gemacht werden und bedeutet, dass dieses Produkt unter der Gegenwart eines Dermatologen getestet wurde.“Hautverträglichkeit klinisch bestätigt“ ist dagegen aussagekräftiger, da diese Tests mit „echten“ Personen statt finden und hier unter strengsten vorgaben die Creme/das Produkt ausprobiert und dokumentiert wird. Außerdem hier die Hautverträglichkeit bestätigt wird. Jedoch besagt ein Label auf dem nur „klinisch getestet“steht  nichts darüber aus, ob der Test positiv oder negativ war. Wie ihr merkt ein wahres Labyrinth an Deklarationen.

Außerdem gibt es die Möglichkeit seine Sonnencreme selbst herzustellen, jedoch kann man nicht genau sagen, wie hoch der Sonnenschutz ist. Hier gibt es mittlerweile viele Rezepte im Netz. Achtet bitte bei den Rezepten auf reine natürliche (bio) Inhaltsstoffe. Am besten Demeter Produkte.

Bitte verwendet nie nur Sonnencreme, denn diese kann nur bedingt schützen. Egal ob ihr eine gekaufte, selbst hergestellte, BIO oder  Synthetik Creme mit einem sehr hohen Lichtschutzfaktor habt. Alleine kann diese eure Kinder (und euch) keinen ganzen Tag vor der Sonne schützen!

Ich hoffe, dass ihr ein paar Tipps für euch mitnehmen konntet und die Sonne weiterhin „richtig“ genießt.

Wusstet ihr eigentlich, dass Säuglinge noch keinen Hitzeaustausch machen können? Wir Erwachsenen schwitzen und können unseren Körper damit in Balance bringen aber der Körper eines Säuglings schafft das noch nicht (übrigens können Hunde das auch nicht! Sie schwitzen gar nicht und regulieren ihre Temperatur über die Schnauze und ihre Hautzellen am Bauch). Diese Erkenntnis mussten wir leider selber erst mal „lernen“. Als Alf und Ulf ca. 4  Monate alt waren, hatten wir es sehr heiß und selbst im Hotel (wir waren in einem Kurzurlaub) war es kaum auszuhalten. Die Beiden waren nur am weinen und nichts (nicht mal das Stillen!) konnte sie beruhigen. Aus Verzweiflung begannen wir sie mit lauwarmen Waschlappen (wärme ca. auf natürlicher Körpertemperatur) vorsichtig zu betupfen und stellten fest, dass sie ruhiger wurden. Als ich nachher mit meiner Hebamme sprach erklärte sie mir, dass Säuglinge ihre Körpertemperatur noch nicht selber regeln können und diese heißen Sommer sehr anstrengend für sie sind. Dieses negative Erlebnis werde ich nie vergessen. Es war Stress für Beide Seiten. Stress den man mit dem „richtigen Wissen „ hätte vermeiden können.

Jetzt sind Beide in einem Alter, indem sie zwar Kommunizieren können aber beim spielen die Sonne und Hitze komplett vergessen (Phänomenal, ich bekomme davon Kopfschmerzen und die Beiden?), daher besteht nun meine Aufgabe darin, sie immer wieder in den Schatten zu setzen, den Hut wieder aufzuziehen oder im richtigen Moment die Beiden aus der Sonne zu holen bzw. sie in den Richtigen Momenten einzucremen.

 

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