Lange Autofahrten mit Kindern 

Alf und Ulf mit ihrem gelben Auto
Lass uns in den Urlaub fahren

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Ich fahre mit den Jungs am liebsten nach dem Frühstück los und jeder darf sich vorher seinen persönlichen Auto-Spiele Rucksack packen.

Dann gibt’s frische Windeln oder es geht aufs Töpfchen und alle ab ins Auto. Freundinnen von mir fahren auch gerne über Nacht, weil die Kinder dann schlafen, jedoch war dieser gestörte Tag/Nacht Rhythmus nie mein Fall aber das muss man für sich selber herausfinden. Man sollte beim Fahren immer daran denken, dass es OK ist wenn die Kinder schlafen aber der Fahrer und auch der Beifahrer sollten wach sein (Sekundenschlaf sollte man nie unterschätzen).

Schaut euch selbst die Strecke genau an. Ihr kennt eure Zwillinge am besten und könnt einschätzen wie lange diese entweder spielen oder im besten Fall schlafen.  Bei uns darf daher zurzeit kein Teddy und Schnuller auf der Fahrt fehlen (Schnullerketten sind im Auto ein Segen, da bei uns diese regelmäßig runterfallen). Außerdem Getränke und Knabbereien. Bei uns gibt es zu trinken „nur“ Wasser, da alles andere beim verschütten kleben würde und der unnötige Zucker muss nicht sein. Als Snack Obst oder Gemüse in dünnen Scheiben (bei kleinen Kindern damit sich keiner verschluckt) z.B. Apfelscheiben, Birnenscheiben, Möhrensticks, Kohlrabisticks etc., Mais-, Reis-oder Hirse Stangen, Kekse ohne Zucker und wenn die Laune komplett in den Keller geht, heitert ein Fruchtquetsch immer auf. Als Spielsachen eignen sich bei uns Bücher, Legos, Autos und die magische Maltafel. Natürlich auch jedes andere Spielzeug das Alf und Ulf gerade lieben. Stifte und Knete sind bei uns zurzeit noch ungeeignet, da die Beiden damit viel zu viel Spaß haben und Beides überall im Auto verschmieren würden (inkl. ihr Gesicht, da Beide der Ansicht sind, dass ein Clown ihnen gut steht).

Mit Zwillingen hat man immer das doppelte Gepäck das man nicht unterschätzen sollte. Wir haben immer einen Korb nur fürs Essen, eine Kühltasche für die Getränke und jeder Junge seinen Rucksack. Außerdem hat Mama immer ein paar Schnuller, genügend Feuchttücher, Windeln, feuchten Waschlappen, Wechselkleidung und ein Handtuch in der Tasche.

Pausen planen wir nach Dauer der Reise ein (und nach dem Alter der Jungs). Als die Beiden ganz klein waren, habe ich versucht sie nie länger in der Autoschale sitzen lassen (bei Säuglingen wird nicht länger als ca. 20 Min. empfohlen). Selbst wenn die Beiden am Schlafen waren, habe ich sie abwechselnd raus genommen und Ihnen die Möglichkeit gegeben sich zu strecken und lang zu liegen. Da ich Beide das erste Jahr gestillt habe, konnte man solche Pausen Ideal zum stillen nutzen. Dabei entspannen Beide und bekommen für die Fahrt ausreichend Flüssigkeit. Natürlich ist ein Fläschchen genauso sinnvoll.

Als Osteopathin (zwar für Tiere) finde ich es schlimm, die Wirbelsäule über längere Zeit so zu stauchen und dabei die Bewegung der Kleinen über Stunden einzuschränken. Dafür ist der Körper noch nicht gemacht. Wenn man die Kleinsten Fragen würde, würden diese antworten „wir wollen schlafen und das ohne eingeengt zu sein weder von Autositzen noch zu enger Kleidung und wir wollen uns bewegen ohne Gurte oder Gürtel. Wer oft mit den Kleinen Unterwegs ist, sollte sich über Liegesitze Gedanken machen.

Den „Schaden“ durch viel zu lange Autofahrten und gestauchtes Sitzen (z.B. beim langen Einkaufen mit der Babyschale) kann man oft nicht direkt sehen (meist erst Jahre später in Form von Entwicklungsverzögerungen, Rückenbeschwerden, Hüft und Beinschiefstände etc.), daher wird es meist nicht ernst genommen und schon Säuglinge müssen Stundenlang im Autositz durch die Gegend fahren oder bei der Shoppingtour darin verweilen. Kinder die das von Anfang an gewöhnt sind, tolerieren dies auch ohne zu quengeln oder wurden von Beginn an nicht erhört. Ich finde ein sehr faszinierendes und erschreckendes Phänomen aber sehr einleuchtend, denn das was wir nie kennen gelernt haben, vermissen wir auch nicht und wenn man von Anfang an nicht erhört wird schweigt man.

Gerade in den ersten Jahren sind hier der Verstand und das richtige Handeln der Eltern gefragt und wer mit offenen Augen durch die Welt geht, findet auch die für  seine Kinder passenden Wege. Die Sätze wie „früher hat es auch nicht geschadet“ sollte man heutzutage komplett überhören und nach seinem persönlichen Bauchgefühl handeln und auf die Bedürfnissen der Kinder eingehen.

Mittlerweile sind Alf und Ulf so groß, dass wir auch einige Stunden durch fahren können. Wir planen daher Stopps nur zum Mittagessen oder Windelwechseln/Toiletten Pausen ein und diese ganz nach den Bedürfnissen der Familie. Wer mit Kindern reist weiß, dass es immer ein Abenteuer ist und keine Autofahrt gleich ist. Wenn ich alleine fahre halte ich ungerne auf Rastplätzen. Irgendwie fühle ich mich persönlich dort nicht sehr sicher, dann fahre ich gerne ein schwedisches Kaufhaus oder einen Outlet an. Diese findet man oft in Autobahnnähe und die Kinder können nach dem Essen eine große Runde toben. Außerdem ist es hier oft sauberer als auf den Rastplätzen, obwohl auch hier viele Menschen sind.

Generell spricht langes Sitzen gegen die natürliche Entwicklung von Kindern (eigentlich auch gegen den natürlichen Bewegungsdran von uns Erwachsenen ;-)),  daher finde ich die Möglichkeit sich zu bewegen und während einer Reise auch mal zu toben sehr wichtig.

Ebenfalls lieben Alf und Ulf Hörspiele auf der Autofahrt. Vor längeren Fahrten gönne ich uns ein neues Hörspiel. Das Ganze ist nicht ganz uneigennützig, da wir Eltern die anderen schon auswendig kennen. Außerdem wird bei neuen Hörspielen noch aufmerksamer gelauscht und die Zeit vergeht im Fluge.

Natürlich kann man seinen Kindern auch ein Tablett mit Kopfhörern für die Fahrt geben aber bei uns wird der Medienkonsum noch sehr gering gehalten.

Jedoch gibt es Kinder, denen beim Autofahren schlechte wird. Hier gibt es in meinen Augen kein „Patent-Rezept“, sondern man muss einfach alles ausprobieren. Es gibt viele tolle Homöopathische Mittel zur Unterstützung wie z.B. Nux Vomica oder als ätherische Öle z.B. Zitrone bio, Grapefruit und Litsea. Bei Düften sollte man nur diese wählen, die der ganzen Familie gut gefallen und ein Tropfen auf einem Tuch reicht schon vollkommen aus.

Fazit: Mit genügend Kind gerechten Pausen und gut gewähltem „Unterhaltungsprogramm“  ist die Autofahrt ohne Probleme möglich.

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